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Knusprige Kohlrabischnitzel

Kohlrabischnitzel

Appetit auf etwas deftig Gebratenes? Schon mal vegane Schnitzel probiert? Diese köstlichen, goldbraun gebratenen Kohlrabischnitzel sind nicht nur aus rein pflanzlichen Zutaten, sondern auch FODMAP-arm und glutenfrei. Und dabei auch noch relativ simpel in der Zubereitung.

Ich bin ein großer Kohlrabi-Fan und finde ihn auch roh sehr lecker. Er ist bekömmlicher als andere Kohlarten und führt nicht zu Blähungen. Zudem enthält er viele Vitamine und Mineralstoffe, allen voran Vitamin C. 100 g Kohlrabi enthalten 64% des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Vitamin C. Das ist z.B. mehr Vitamin C als in 100 g einer Orange.

Aber wie geht eigentlich Panieren ohne Ei? Ganz einfach! In dem du Stärke und Mehl mit etwas Milch oder Wasser mischst. Mit dem richtigen Verhältnis erzielst du eine dickflüssige Konsistenz, ähnlich der von verquirltem Ei. Die Stärke übernimmt hier die Klebefunktion, so dass die Semmelbrösel im zweiten Schritt am Schnitzel haften bleiben. Da das Mehl mit der Stärke gemischt wird, benötigst du also eine Station weniger. Außerdem verbringst du keine Zeit mit dem Verquirlen. Es ist doch ein schönes Gefühl wenn man entdeckt wie etwas einfacher geht als bisher!

Die Kohlrabischnitzel lassen sich ausgezeichnet mit einem frischen Gurken- oder Kartoffelsalat kombinieren. Wenn es schnell gehen soll, passt auch ein Chutney oder Ketchup gut dazu.

Also ran ans Panieren und guten Appetit!

PORTIONEN: 3 BIS 4 | ZUBEREITUNGSZEIT: CIRCA 45 MIN

Zutaten

  • Kohlrabi
    700 g (2 mittelgroße)
  • Reismilch oder Wasser
    70 ml
  • Mais- oder Kartoffelstärke (Speisestärke)
    circa 50 g
  • Reis- oder Buchweizenmehl
    30 g
  • Semmelbrösel aus Mais
    z.B. von Baukhof
    70 g
  • Hefeflocken z.B. von Erntesegen (optional)
    5 g
  • Senf, mittelscharf
    3 TL
  • Gemahlene Paprika, scharf
    1 TL
  • Petersilie, gerebelt und getrocknet
    1/2 TL
  • Salz
    1/2 TL
  • Kala Namak (optional)
    1/4 TL
  • Asafoetida (optional)
    2 Msp

Zubereitung

  1. Kohlrabi putzen, schälen und in etwa 1 cm breite Scheiben schneiden (circa eine Fingerbreite).
  2. Reichlich Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und salzen (etwa 1 TL Salz pro Liter Wasser). Kohlrabi darin bedeckt circa 5 Minuten kochen lassen, bis sie bissfest sind (sie sollten nicht zu weich sein). Danach das Wasser mit einem Sieb abgießen und Kohlrabischeiben abtropfen lassen.
  3. Für die Panade: Milch bzw. Wasser in eine tiefe breite Schüssel geben. Mais- bzw. Kartoffelstärke und Reismehl dazugeben. Mit einem Schneebesen sorgfältig verrühren bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Die Konsistenz sollte dickflüssig sein. Nun den Senf darunter mischen. Semmelbrösel in einer zweiten Schüssel mit Hefeflocken, Gewürzen, getrockneter Petersilie und Salz verrühren. Etwa die Hälfte davon auf einen tiefen Teller geben.
  4. Kohlrabischeiben nun zuerst in die Flüssigkeit tunken. Anschließend in der Semmelbröselmischung wenden. Nach Bedarf die Kohlrabischeiben zusätzlich mit den Semmelbröseln aus der Schüssel bestreuen, bis sie überall bedeckt sind. Für eine besonders dicke Panade die letzten beiden Schritte wiederholen.
  5. Während dem Panieren, reichlich Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen. 3 bis 4 Esslöffel Öl in einem Schälchen bereitstellen um die Pfanne später nach Bedarf wieder einzufetten. Sobald ein oder zwei Kohlrabischnitzel fertig paniert sind sofort in das heiße Öl legen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten circa 3 Minuten goldbraun braten.
  6. Kohlrabischnitzel auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller kurz abtropfen lassen und z.B. mit einem Gurken- oder Kartoffelsalat heiß servieren.
Panierstraße mit zwei Schüsseln und einem tiefen Teller
Kohlrabistreifen beim Panieren

Low FODMAP Tipp

75 g Kohlrabi hat niedrige FODMAP-Werte und sollte von den Meisten Reizdarm-Betroffenen vertragen werden. Kohlrabi wird als grün eingestuft. Das bedeutet, dass mehrere Portionen täglich verzehrt werden können. Jedoch sollten große Portionen ab circa 675 g vermieden werden, da diese moderate Mengen an Mannitol enthalten, das zu den Polyolen gehört.

 

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